Handyakku laden: Tipps für eine lange Lebensdauer

  • Mit jedem Ladezyklus geht ein geringer Prozentsatz der Kapazität verloren. Wird das iPhone von 0 auf 100 Prozent aufgeladen, gilt das als ein Ladezyklus. Laden Sie von 40 auf 90 Prozent auf, handelt es sich dabei um einen halben Ladezyklus.

  • Apple verspricht, dass jedes iPhone nach 400 bis 500 Ladezyklen immer noch 80 Prozent der Akku-Kapazität besitzt. Da sich Akkus stets unterschiedlich abnutzen, kann ein iPhone-Akku jedoch in einigen Fällen auch schon wesentlich früher mehr Kapazität verlieren.

  • Ab wann sich ein Tausch lohnt, hängt ganz von Ihren Ansprüchen ab. Solange die Akku-Laufzeit sich nicht halbiert hat, finden sich die meisten Nutzer mit dem Verlust der Akku-Kapazität ab. Möchten Sie die volle Ausdauer, kann ein Wechsel auch bereits bei einem Verlust von 20 Prozent an Kapazität sinnvoll sein.

    Bis 0% entladen: Ist das schlecht für meinen Handyakku?

    Immer wieder heißt es, dass das Smartphone nicht tiefer als 15 bis 25 Prozent entladen werden sollte. Die Elektroden würden bei niedrigen Spannungen stärker belastet sein. Das stimmt tatsächlich: Eine zu niedrige Spannung tut dem Akku nicht gut. Das liegt an der Zellchemie, die im niedrigen Ladebereich einen höheren Innenwiederstand besitzt und dadurch mehr „arbeiten“ muss. Deswegen heißt es grundsätzlich: Ab 20 Prozent besser wieder an die Steckdose.

    Trotzdem ist auch hier wieder folgendes der Fall: Die Lebensdauer eines Akkumulators ist so gut, dass gelegentliches Entladen bis auf 0 Prozent kein Problem darstellt. Außerdem besitzt jeder moderne Akku eine eingebaute Elektronik, die die Lithium-Ionen-Zellen vor einer zu extremen Entladung schützt. Sollten die Batterien nämlich unter eine gewisse Spannung sinken, werden sie unbrauchbar. Das ist im Normalfall ab 3 Volt der Fall. Deswegen deckeln die intelligenten Schaltungen meist bei 3,3 bis 3,5 Volt ab und schalten das Smartphone im Extremfall komplett ab.

    Diese Elektronik hilft übrigens auch in anderen Situationen. Sollte es zu einem Kurzschluss kommen, aktiviert sich eine interne Sicherung und schützt den Akku vor einer unausweichlichen Explosion. Li-Ion-Batterien können in solchen Situationen sehr schnell zum gefährlichen Gegenstand werden, wie das Samsung Galaxy Note 7-Debakel zeigte. Auch bei Überhitzung, zu niedrigen Temperaturen oder Überladung durch defekte USB-Ladegeräte mischt sich die intelligente Schaltung ein und klemmt den Akku ab.


    Kann ich meinen Handyakku auf eine längere Laufzeiten “trainieren“?

    Die Antwort bei aktuellen Handyakkus lautet: Nein. Die sogenannte Konditionierung war zwar viele Jahre lang Bestandteil des Alltags, wenn ein neues Gerät mit Akkumulatoren in Betrieb genommen wurde. Dadurch konnte die Laufzeit der mobilen Energiespeicher – meist in Form von Nickel-Cadmium-Akkus – um ein paar Prozent verbessert werden. Bei aktuellen Lithium-Ionen-Akkus ist das aber nicht mehr der Fall. In Labortests lassen sich keinerlei Vorteile der Konditionierung finden. Auch der „Memory-Effekt“ ist bei Lithium-Ionen-Akkus nicht vorhanden. Er beschrieb bei alten Akku-Zusammensetzungen die Erinnerung an einen länger gehaltenen Füllstand. Sollte dieser bei etwa 70 Prozent liegen, konnte für einige Ladezyklen nicht mehr als 70 Prozent der eigentlichen Leistung abverlangt werden.


    Sollte ich immer Original-Zubehör nutzen?

    Ja, im Idealfall solltest Du ein vom Hersteller zur Verfügung gestelltes USB-Ladegerät nutzen. Das gibt Dir zum einen die Garantie, dass der Hersteller bei Schäden haftet. Außerdem hast Du Zugriff auf proprietäre Ladetechnologien, die nicht von allen Ladesteckern unterstützt werden. Equipment von Dritten sollte im Normalfall nichts zerstören, da der USB-Standard sehr weit verbreitet ist und defekte Netzteile nur noch äußerst selten vorkommen. Beim Kauf von anderen Ladegeräten solltest Du auf Sicherheitsmerkmale wie das CE-Zeichen achten, auf bekannte Firmen setzen und keine extrem billigen Stecker kaufen. Dann ist das Risiko am geringsten.


    Aufpassen beim Kabelkauf

    Beim Ladekabel ist es hingegen etwas komplizierter, vor allem bei Apple und auch bei neueren Android-Smartphones, die USB Typ C als Anschluss nutzen. Während Du beim älteren Micro-USB-Anschluss eigentlich jedes Kabel nutzen kannst, ist das bei neueren Technologien etwas komplizierter. Über die Kabel werden nämlich größere Ströme transportiert, die teils von dünnen Kabeln nicht übertragen werden können. Die verbauten Drähte sind einfach zu dünn, um die volle Leistung zur Verfügung stellen zu können. Aber auch hier haben die Hersteller vorgesorgt: Die aktuellen Smartphones haben eine Sicherungsschaltung, damit es nicht zu Kabelbränden kommt.

    Apple verbaut in seinem Lightning-Kabel einen kleinen Chip im Stecker, der u.a. die Echtheit des Kabels zertifiziert. Chinesische Kopierer sind inzwischen jedoch findig genug, diese Sicherheitsvorkehrung zu umgehen. Gerade dann kann es zu Problemen kommen: Kabelbrüche sind bei günstigen Lightning-Kabeln vorprogrammiert und enden mit viel Frust. Offizielle oder von Apple zertifizierte Kabel sind hier die bessere Lösung – denn nur diese können den vollen Ladestrom übertragen und besitzen eine längere Lebensdauer. Auch hier gilt oft: Wer günstig kauft, kauft doppelt.


    Aufgeblähter Akku: Was soll ich tun?

    Wenn sich Dein Handyakku ein wenig aufbläht, ist dies ebenfalls ein konkreter und ernstzunehmender Hinweis auf einen defekten Akku, der ausgetauscht werden sollte. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass sich ein Akku derartig aufbläht? Ein solches Phänomen passiert, wenn die Batterie durch äußere Einflüsse zu heiß wurde oder eine Überlastung stattfand. Die freigesetzten Gase schädigen die Zelle und sorgen für den Verlust von Leistung. Hier solltest Du am besten schnell handeln, denn mit einem solchen Akku kann es echt gefährlich werden. Setzen sich die Gase frei, kann es zu einer Entzündung kommen. Lithium brennt extrem gut und lässt sich durch normales Wasser nicht löschen.

    Aber Achtung beim eigenständigen Kauf von Ersatzakkus: Diese Akkus sind häufig keine Originale. Smartphone-Hersteller vertreiben die Akkus häufig nur im eigenen Store oder setzen sie nur in offiziellen Austauschprogrammen ein. An Originale kommen dritte Händler nur in den seltensten Fällen. Im Regelfall sind die von Fremdherstellern verkauften Akkus nicht so leistungsstark, selbst wenn eine höhere Kapazität angepriesen wird. Darauf solltest Du nicht hereinfallen und ein wenig auf die Bewertungen des Produktes achten. Die Investition von ein paar Euro mehr ist es definitiv wert.



Handy langsam oder defekt: Wann es Zeit für einen Wechsel wird.

Lädt nicht

Wenn du dein Handy an das Ladekabel anschließt, passiert nichts. Du kannst deinen Akku dementsprechend nicht mehr aufladen und dein Smartphone verliert seine Funktionsfähigkeit.

Kurze Laufzeit

Dein Akku entlädt sich schnell. Nachdem du das Handy aufgeladen hast, hält die Freude beim Texten, Spielen oder in sozialen Netzwerken nur kurz, da der Akku sehr schnell wieder leer ist.

Wechseln

Du möchtest deinen Akku austauschen lassen, weil dieser keine gute Leistung mehr bringt? Das Wechseln kann schnell und einfach bei unseren Repair-Center vorgenommen werden.

Schwierigkeiten mit dem Akku – ein häufiges Problem

Die Leistung vieler Handy Akkus lässt nach einiger Zeit spürbar nach. Muss man sein Smartphone ständig aufladen oder geht womöglich gar nichts mehr, da der Akku sich nicht mehr laden lässt, ist dies sehr nervig. Die Handynutzung ist dadurch stark beeinträchtigt. Telefonieren oder die neuesten Nachrichten checken, kann dann schon zum Problem werden. Um wieder Freude an deinem Gerät zu haben, solltest du dich schnellstmöglich um eine Reparatur kümmern. In der Regel muss der Akku ausgetauscht werden, um das Smartphone wieder voll funktionsfähig zu machen. Je nach Modell ist dafür ein Profi gefragt.

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